Watron: 100 % mehr Anfragen bei gleichem Budget

Wie ein Hersteller von Absauganlagen in zwölf Monaten doppelt so viele relevante Anfragen aus demselben Google-Ads-Budget holt

Ausgangssituation

Watron baut Absauganlagen und Industriesauger für Unternehmen. Der Sitz ist Bergkamen, verkauft wird in ganz DACH, das Team ist zwischen zehn und zwanzig Personen groß. Die Marke ist jung, und genau darin lag die Aufgabe: Es gibt noch keine Nachfrage, die von allein nach dem Namen Watron sucht. Anfragen müssen über die Suche nach der Leistung selbst entstehen.

Als ich den Account übernommen habe, lief er schon. Eine andere Agentur hatte ihn aufgesetzt, das Werbebudget lag im mittleren fünfstelligen Bereich pro Monat, Anzeigen wurden ausgeliefert, Anfragen kamen auch. Aber eingekauft wurde sehr breit, über Broad Match und mit wenigen Ausschlüssen. Niemand konnte sagen, welcher Teil des Budgets relevante Anfragen bringt und welcher nur Suchanfragen abdeckt, die mit dem Geschäft nichts zu tun haben.

Das Ziel war deshalb nicht mehr Budget, sondern mehr Ergebnis aus demselben Budget. Erst effizienter werden, dann wieder hochfahren.

Optimierungen

Der erste und wichtigste Schritt war wegnehmen, nicht dazugeben. Ich arbeite dafür mit einem Vorgehen, das ich German Scale nenne: Ein Account wird so weit reduziert, dass nur noch die Suchanfragen übrig bleiben, bei denen das Geschäft nachweislich funktioniert. Erst wenn das effizient läuft, wird kontrolliert wieder aufgebaut.

Konkret heißt das: Broad Match raus, breite Kampagnen raus, dafür eine saubere Liste an Ausschlüssen. Davor stand die Frage, die sich nicht im Konto beantworten lässt, sondern nur im Geschäft: Welche Leistung bringt wirklich Aufträge, und mit welchen Worten suchen Menschen danach? Übrig blieben wenige Suchbegriffe, die genau das abdecken.

Das hat zunächst sehr viel Traffic gekostet. Und das ist beabsichtigt. Ein Account, der alles einkauft, lässt sich nicht steuern, weil niemand weiß, welcher Teil davon funktioniert.

Wer nach einer Absauganlage sucht, hat ein konkretes Problem: Stäube, Dämpfe, Späne oder eine Vorschrift, die erfüllt werden muss. Die Startseite eines Herstellers beantwortet das nicht, sie zeigt ein Unternehmen.

Der bezahlte Traffic geht deshalb nicht mehr auf die Startseite, sondern auf dedizierte Landingpages: ein Problem, eine Lösung, eine Handlung. Dazu ein kurzes Anfrageformular, über das sich in wenigen Schritten ein Angebot anfragen lässt, statt eines langen Kontaktformulars, das am Ende niemand ausfüllt.

Vorher war nicht verlässlich messbar, was eine Anzeige auslöst. Also habe ich das Tracking neu aufgesetzt, sodass jede Anfrage eindeutig einer Kampagne und einem Suchbegriff zuzuordnen ist.

Wichtiger noch: Über Offline-Conversion-Tracking läuft nicht nur die Anfrage zurück in Google Ads, sondern auch, was danach passiert. Wer hat ein Angebot erhalten, wer hat unterschrieben. Erst damit ist eine Anfrage keine Zahl mehr, sondern ein Geschäftsvorgang. Und erst damit optimiert Google auf die Anfragen, die zu Umsatz führen, statt auf die, die am günstigsten einzukaufen sind.

Mit einem Account, der sauber messbar läuft, konnte schrittweise wieder dazugenommen werden. Immer einzeln, und immer so lange beobachtet, bis klar war, ob es trägt.

Nicht alles hat getragen. Der Versuch, die kleineren Geräte zu bewerben, also Industriesauger statt kompletter Absauganlagen, hat nicht funktioniert. Die Suchanfragen gibt es, aber der Wettbewerb kommt aus dem Handel und dem Preisvergleich, und der Auftragswert trägt die Klickpreise nicht. Also zurückgedreht und das Budget dorthin, wo der Auftragswert hoch ist: die großen Anlagen.

Ergebnisse und Fazit

x2
relevante Anfragen pro Monat

Doppelt so viele relevante Anfragen bei gleichem Budget. In den zwölf Monaten von September 2025 bis September 2026 hat sich die Zahl der Anfragen verdoppelt, ohne dass das Werbebudget erhöht wurde. Der erste Teil des Jahres ging auf die Effizienz: weniger Streuung, günstigere Anfragen. Der zweite Teil auf die Menge.

0 €
zusätzliches Werbebudget

Relevante Anfragen, nicht nur Anfragen. Durch das Offline-Conversion-Tracking ist belegt, dass es sich um Anfragen handelt, die auch ein Angebot erhalten. Die Verdopplung betrifft genau diese Anfragen, nicht die Gesamtzahl der Formulareingänge.

12
Monate bis zur Verdopplung

Der Account ist steuerbar geworden. Das dritte Ergebnis ist kein Wert in einer Tabelle: Watron kann heute entscheiden, wo zusätzliches Budget hingeht, weil für jede Leistung bekannt ist, was eine Anfrage kostet und was daraus wird. Damit ist Hochfahren eine Rechenaufgabe und keine Wette.

Der Account war nicht kaputt. Er war zu breit. Das ist der häufigste Zustand bei Google Ads: Es läuft, es kostet Geld, und niemand kann sagen, welcher Teil des Geldes tatsächlich arbeitet.

Der Weg aus dieser Situation führt fast immer über Reduktion. Erst wegnehmen, bis messbar wird, was funktioniert. Dann die Nachfrage bedienen, die wirklich zum Angebot passt. Dann hochfahren. Bei Watron hat das in zwölf Monaten zu doppelt so vielen relevanten Anfragen geführt, bei unverändertem Budget.

Wenn dein Google-Ads-Konto läuft, du aber nicht sagen kannst, welcher Teil davon Aufträge bringt, dann schauen wir uns das an. Hier kannst du eine Anfrage stellen.

Marius Blau
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