Als ich 2018 in meine Selbstständigkeit gestartet bin, hatte ich wirklich nicht viel: keinen richtigen Plan, keine Ersparnisse und auch keine richtige Positionierung. Ich wusste nicht wirklich, was ich wollte – nur, dass ich es selbst bestimmen wollte. Irgendwas mit Online-Marketing eben.
Und so kam es, wie es kommen musste: Meine ersten Aufträge hätten unterschiedlicher nicht sein können. Mal habe ich für einen Faszientherapeuten E-Mail-Kampagnen konzipiert, mal für Trade Republic Marketing-Analyse-Dashboards gebaut und mal für einen Unternehmer einen Online-Shop erstellt.
Probleme zu lösen, hat mir schon immer Spaß gemacht. Ich habe viel gelernt, mich jedoch in keine spezielle Richtung bewegt. Kund:innen wussten gar nicht so wirklich, wann sie eigentlich bei mir zu 100 % richtig waren. Kein Wunder – ich wusste es ja selbst nicht.
Solange ich alles für jeden machte, steckte ich fest
Einerseits hat es mir Spaß gemacht, immer neue Probleme zu lösen. Andererseits hat es sich im Außen so angefühlt, als würde ich mich nicht weiterentwickeln. Klar, ein Anker war oft Google Ads – das habe ich bei vielen Kund:innen betreut. Aber drumherum habe ich noch ohne Ende andere Dinge erledigt.
Das Warten auf den richtigen Moment
Lange habe ich so weitergemacht. Ich hatte zwar immer mal wieder das Bedürfnis, mich auf Praxismarketing für Zahnärzte zu spezialisieren, aber so richtig bereit habe ich mich nie gefühlt:
- "Bin ich überhaupt gut genug, in dem was ich mache?"
- "Kann ich das wirklich alleine anbieten?"
- "Was, wenn es nicht klappt?"
- "Ich brauche erst noch mehr Erfahrung"
Es ist schon spannend, wie viele Glaubenssätze einen davon abhalten können, das zu tun, was man eigentlich möchte. Nur um dann zu merken, wenn man sich endlich traut: "Wow, das funktioniert ja!"
Was passiert, wenn man sich traut.
Meine Neuausrichtung habe ich erst mal ganz heimlich, still und leise vollzogen. Mit einer neuen Sektion auf der Website und ein paar Blogartikeln. Am Anfang ist nicht viel passiert. Doch irgendwann kamen die ersten Anfragen.
Anfragen von Zahnärzt:innen, die einen Experten für ihr Marketing gesucht haben. Und die nicht irgendjemanden wollten, sondern jemanden, der sich speziell mit Marketing für Zahnärzt:innen auskennt.
Und ich habe bemerkt: Niemand hat mir diesen Titel gegeben, außer ich selbst.
Und seitdem ich das getan habe, werde ich als der wahrgenommen, der ich gerne sein wollte: als Experte in einem speziellen Gebiet.
Was das für dich und deine Praxis heißt
Immer wieder spreche ich mit Zahnärzt:innen und höre Sätze wie:
- "Ich möchte mehr zahlungskräftige Patient:innen"
- "Ich möchte mehr Implantate setzen"
- "ich möchte mehr Invisalign Patient:innen"
Und gleichzeitig ist eine Website live, die 10–15 Behandlungen auflistet – ohne Priorität oder direkte Patientenansprache. Jeder, der dort landet, nimmt diese Praxis nur wahr als: ‚noch ein Zahnarzt‘.
Positionierung von Vermarktung
Jetzt kann man natürlich die Brechstange herausholen und mit Marketing starten – genau für diese eine Behandlung. Eine Landingpage bauen, 1.500–2.000 € pro Monat in die Hand nehmen und auf das Beste hoffen.
ODER man kann einen Gang zurückschalten. Erst mal überlegen, wie man wahrgenommen werden möchte. Überlegen, wen man behandeln möchte. Um dann die Positionierung auf der Website auszugestalten.
UM DANN mit Marketing zu starten, um die eigene Positionierung zu stärken und langfristiges Praxismarketing zu betreiben.
Wenn du an Letzterem interessiert bist, lege ich dir meine Fortbildung ans Herz. Dort lernst du Schritt für Schritt mit Anleitungen, wie du die Positionierung deiner Praxis erarbeiten kannst und für deine Wunschpatient:innen automatisch zur besten Wahl wirst. Sodass Praxismarketing sich künftig leicht statt anstrengend anfühlen kann.
Viele Grüße & genieße deine Woche
Marius


